Bindegewebemassagen

Fussreflexzonenmassage
   
Klassische Massage
   
Lymphdrainage
   
Ohrreflexzonentherapie
   
Schröpfen
  
Tui Na

 

Manuelle Lymphdrainage

Sie haben von ihrem Arzt erfahren, dass Sie ein Lymphödem haben. Vielleicht ist dies das erste Mal in Ihrem Leben, dass Sie von einer solchen Erkrankung überhaupt hören. Vielleicht wissen Sie aus dem Bekanntenkreis schon einiges darüber. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Sie noch viel mehr erfahren möchten- was die Ursachen dieser Erkrankung sind, was Sie tun können und vor allem, inwieweit sich nun Ihr Leben ändern wird. Um das gleich vorwegzunehmen; das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung und Sie werden Ihr Leben in einigen Punkten daran anpassen müssen. Aber wenn Sie dies konsequent tun, werden Sie auch mit dem Lymphödem gut und ohne gravierende Einschränkungen leben können!

Beeinträchtigungen des Lymphsystems und ihre Folgen

Ich möchte an dieser Stelle zeigen, dass es ganz unterschiedliche Gründe haben kann, warum das Lymphgefässsystem in seiner Funktion beeinträchtigt (insuffizient) ist. Man unterscheidet hauptsächlich zwei Entstehungswege: Das Lymphgefässsystem kann bereits anlagebedingt eine Schwachstelle des Körpers sein. Sobald ein solches Lymphgefässsystem die Belastungen nicht mehr auffangen kann, entwickelt sich, früher oder später im Leben, ein primäres Lymphödem. „Primär“ deshalb, weil die Ursache für die Einschränkung im Aufbau des Lymphgefässsystems selber liegt. Das Lymphgefässsystem funktioniert von seiner Anlage her tadellos; durch eine Einwirkung von aussen (z.B. Verletzung, Operation) kommt es dann jedoch zur Schädigung. Diese kann zu einer eingeschränkten Funktion und schliesslich zu einem sekundären Lymphödem führen. „Sekundär“ deshalb, weil die Beeinträchtigung eine Folge ist, und die Ursache, also das primäre Ereignis, von aussen kam.

Das primäre Lymphödem

Das primäre Lymphödem kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können die oben erwähnten Lymphkapillaren fehlen (Aplasie der initialen Lymphgefässe); in solch einem Fall kann die Lymphflüssigkeit nur noch in bescheidenem Masse gebildet werden. Es kann jedoch auch sein, dass anlagebedingt zu wenige Lymphgefässe vorhanden sind oder dass diese zu eng sind (Hypoplasie). Somit ist einfach die Lymphtransportkapazität nicht ausreichend, um die anfallenden lymphpflichtigen Lasten abzutransportieren. Darüber hinaus gibt es weitere Entwicklungsstörungen, welche mit einem primären Lymphödem in Kombination vorkommen können. Wie schon erwähnt, ist das Zeichen einer gestörten Lymphgefässfunktion eine Schwellung - das Lymphödem. Nicht immer muss das Lymphödem jedoch sofort erscheinen, es kann erst später durch permanente Überbelastung der noch funktionierenden Lymphgefässe auftreten.

Das sekundäre Lymphödem

Alles, was ein gesundes Lymphgefässsystem verletzt, kann im ungünstigen Fall auch zu einer bleibenden Schädigung und anschliessend zu einem sekundären Lymphödem führen. Dies können Quetschungen oder Verrenkungen sein, aber auch Infektionen durch Pilze, Bakterien, Viren. In unserer westlichen Welt gehört zu den häufigsten Ursachen aber die Behandlung bösartiger Tumore. Viele Krebszellen haben die Eigenschaft, über die Lymphgefässe in die nächstgelegenen Lymphknoten zu wandern, um Metastasen zu bilden. Daher ist es nicht nur notwendig den Tumor herauszuoperieren, sondern auch einige Lymphknoten aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen und somit eine Schädigung des Lymphgefässsystems in Kauf zu nehmen. Die entfernten Lymphknoten werden auf Krebszellen hin untersucht und geben Aufschluss darüber, ob eine anschliessende medikamentöse Behandlung oder Bestrahlungstherapie erforderlich ist. Die Bestrahlungstherapie hat wiederum einen ungünstigen Einfluss auf die Lymphgefässe. Bei jeder Therapieentscheidung muss jedoch die erfolgreiche Behandlung des Krebses im Vordergrund stehen. Durch das Herausschneiden der Lymphknoten wird der Lymphabfluss unterbrochen. Wenn beispielsweise die Lymphknoten in der Achsel bei Brustkrebs betroffen sind, wird der Abfluss aus dem Arm gestört. Wenn Lymphknoten in der Leiste betroffen sind, wird dadurch der Abfluss aus dem entsprechenden Bein und aus den Geschlechtsorganen beeinträchtigt. Je nach persönlicher Veranlagung - und leider nicht vorherzusehen- findet der Körper Möglichkeiten, diese Schäden bis zu einem gewissen Grad auszugleichen. Beispielsweise können vorhandene Lymphgefässe zu mehr Leistungsfähigkeit ausgebaut werden, es werden Umleitungen (Anastomosen) in andere Lymphgefässe oder auch in Venen gebildet. Allerdings bleiben schon alleine dadurch Einschränkungen zurück, dass die Lymphknoten nicht neu gebildet werden können. Je nachdem, wie gut diese Kompensation funktioniert und wie stark das Lymphsystem im einzelnen belastet wird, sind unterschiedliche Entwicklungen möglich. So kann es sein, dass überhaupt kein Lymphödem entsteht. Es kann aber auch sein, dass sich sehr bald nach dem operativen Eingriff oder mit einer Verzögerung von mehreren Jahren noch ein Lymphödem bildet.

Die Behandlung des Lymphödems

Die oben dargestellten Mechanismen machen deutlich, dass es nicht sinnvoll ist, die Augen zu verschliessen und der Erkrankung ihren Lauf zu lassen. Ein Fortschreiten des Schwergrades ist dann beinahe unvermeidlich. Je früher jedoch eine geeignete Behandlung begonnen wird umso besser sind die Chancen, das Fortschreiten zu verhindern und sogar den Zustand zu verbessern.

Manuelle Lymphdrainge ML

Die manuelle Lymphdrainage darf man nicht mit der klassischen Massage verwechseln oder dadurch ersetzen. Durch die ML wird die lymphgefässwandeigene Pulsation, mit speziellen Druck- und Kreistechniken, mit sehr geringem Druck angeregt, was in den noch funktionierenden Lymphgefässen den Abfluss der Lymphe erhöht. Dort wo Lymphknoten entfernt wurden, wird die Lymphe mittels MLD umgeleitet und wirkt somit abschwellend und schmerzlindernd. Dadurch lässt sich eine Steigerung der Abwehrkräfte und eine allgemeine Harmonisierung erreichen, was Krankheiten entgegenwirkt.

Wann kann man die Lymphdrainge sonst noch anwenden?

·   Bei Narbenbildungen; z.B. schwere Verbrennungen  
    können zu einem Lymphödem führen; mit MLD werden Narben wieder weich
·   Durch maligne Tumorne; z.B. Krebsoperationen
·   Schwangerschaft; erhöhte Druckzunahme in den Beinvenen, der  
    venöse Rückfluss der Beine ist erschwert; hormonellen Einfluss.
·   Bei Venenleiden; wie Krampfadern, Besenreiser,
·   Stauchungen, Knochenbrüche, Quetschungen etc.
·   Vor und nach Schönheitsoperationen
·   Morbus Sudeck
·   Schleudertrauma
·   Vor und nach Operationen (schnellere Wundheilung)

·   Migräne, Kopfschmerzen
·   Allg. schmerzlindernd

Und man könnte diese Liste noch mit vielen Krankheitsbildern ergänzen! Die Krankengymnastik, Hautpflege, Kompressionsstrumpf oder Kompressionsverband gehört ebenfalls zu einer ganzheitlichen Behandlung.

Lassen Sie sich von mir beraten
Helene Stoll, eidg. med. Masseurin FA, eidg. Ausbildnerin FA

 

    



Helene Stoll eidg. med. Masseurin FA, eidg. Ausbildnerin FA| 6044 Udligenswil | Telefon 041 371 04 03 | E-Mail